SPEZIELLE VERFAHREN BEI LASER
Es ist das meist angewendete Verfahren bei den speziellen Augenbehandlungen. Es wird häufig bei Hypermetropie und Astigmatismus eingesetzt. Jedoch ist diese Methode bei Augenbehandlungen sehr aufschlussreich, wo schon vorher einmal eine Behandlung durchgeführt und kein erfolgreiches Ergebnis erzielt wurde. Bei solchen Fällen, werden mit dieser Methode die erfolgreich behandelten Flächen geschützt und die Flächen, wo die Behandlung keinen positiven Einfluss ausgeübt hat, werden erneut korrigiert.

Das wichtigste Teil dieses Verfahrens ist die Augenmappe welches aus Topografie bezeichnet wird. Diese Mappe wird anhand speziell weitergebildeter Geräte gespeichert und mit einer speziellen Methode kopiert.

Diese Mappe wird auf einer Computerdiskette gespeichert und an das Computer übertragen, welches die Behandlung durchführen wird. Die Disketten werden nur an Lasercomputer gelesen.

Der Laser plant die Behandlung nachdem die Mappe mit allen Einzelheiten gelesen wurde. In diesem Plan befindet sich ein Teil des Wavefront Verfahrens. Der Behandlungsplan wird durch den Laser anhand der Mappe und den Wavefront Ergebnissen zusammen bewertet.

Das System, bestimmt auch die ideale Form der Hornhautschicht wie es nach der Behandlung sein muss. Diese Form wird mit einer speziellen Formel an das Laser übertragen.

Nachdem die ganzen Daten von dem Arzt bestätigt werden, der die Behandlung ausüben wird, werden die Daten an das Behandlungsmode des Lasers übertragen und die Behandlung wird fortgesetzt. Die Verwendungsphase ist für den Patienten nicht anders als eine Standart LASIK Anwendung. Der einzige und ganze Unterschied ist dabei, die Vorbereitungsphase der Behandlung und die Eigenschaft der Hornhautform, die durch den Laser erstellt wird.

Bei der allgemeinen Ansicht der Topografie- Mappe der Hornhaut befinden sich direkte Datensichten der Hornhaut und die Analysen dieser Bilder.

Bei dieser Mappenanalyse befindet sich auch die drei dimensionale Erscheinung der Hornhaut. Nach diesen Mappen werden die idealen Formen der Hornhaut nach einer Laserbehandlung berechnet.


Wenn die Hornhaut, wie bei diesem blauen Kreis zu sehen ist sehr spitz sein sollte, dann wird der Patient sein Umfeld sehr bedeckt sehen, obwohl er vom Zentrum aus über ein gutes Sehvermögen verfügt.

Wenn die Hornhaut, wie bei diesem roten Kreis zu sehen ist sehr flach sein sollte, dann wird der Patient sein Umfeld gut aber den Zentrum d.h. den Punkt wo er hinblickt bedeckt sehen.

Wenn die Hornhaut richtig rund sein sollte, welches als ideale Form betrachtet wird, dann werden wie bei diesem Schema zu sehen ist mehrere Blickpunkte vorhanden sein und der Patient wird über ein hervorragendes Sehvermögen verfügen.

Die gewünschte und erzielte Form die für die Hornhaut als Ideal akzeptiert wird ist diese rote Kreisform. Wenn nach einer Laserbehandlung die Hornhaut in dieser Form erhalten werden kann, wird das Sehvermögen sehr gut gewährleistet. Dieses hervorragende Sehvermögen setzt sich am Tag und in der Nacht fort. Bei den Verfahren wie Q Mode oder F-CAT wird von dem Chirurgen, der die Behandlung durchführt, die ideale Form für die Hornhaut in das Lasercomputer eingegeben und er kann somit seine Behandlung fortführen, bis er diese Form erzielt.

WAS IST WAVEFRONT LASIK?

Wavefront LASIK ist eine LASIK-Technik, die die Wavefront Technologie benutzt, um die Hornhaut individuell bei jedem Patienten anzupassen, damit dessen Sehvermögen verbessert werden kann. Die Wavefront LASIK-Technik kann in der Regel bessere Resultate erzielen als die Standard LASIK-Behandlung.

WAS IST DIE WAVEFRONT TECHNOLOGIE?

Durch die Entwicklungen der adaptiven Optik in den letzten Jahren können Verzerrungen des Augapfels, die Sehfehler hervorrufen, operativ behoben werden. Die Wavefront Technologie, ursprünglich entwickelt, um bessere Teleskopabbildungen zu erhalten, wird nun auch auch dem Gebiet der Ophthalmologie eingesetzt, um das optische System des Auges zu verbessern.

Die Wavefront Technologie misst die Verzerrungen/distorhematischen Anomalien (Defekte) des Sehvermögens. Polynome haben verschiedene Niveaus und Anordnungen. Geringe Polynome verursachen Myopie, Hypermetropie und Astigmatismen. Geringe Verzerrungen können einfach durch Augengläser oder Standard LASIK-Behandlung korrigiert werden. Stärkere Verzerrungen wurden erst kürzlich definiert. Coma, Trifoil and sphärische Verzerrungen sind die häufigsten hochgradigen Verzerrungen. Die Grafik zeigt einige hochgradige Verzerrungen (Bild. 3). Wavefront LASIK korrigiert hochgradige Verzerrungen, die nicht durch Standard LASIK-Behandlung korrigiert werden können.

 

WIE SIND DIE ABERRATIONEN MATHEMATISCH DEFINIERT?

Die Zernike Polynome definieren mathematisch die Aberrationen (Defekte) des Sehvermögens. Polynome haben verschiedene Ebenen und Ordnungen. Kurzsichtigkeit, Weitsichtigkeit und Astigmatismen können durch lineare Polynome beschrieben werden. Lineare Aberrationen können leicht durch optische Gläser oder durch eine LASIK Behandlung korrigiert werden. Polynome höheren Grades wurden in diesem Zusammenhang erst kürzlich definiert. Corona- trifoide- und sphärische Aberrationen sind die am häufigsten auftretenden Aberrationen höheren Grades. Die Grafik zeigt einige hochgradige Aberrationen. (Fig. 3) Bei hochgradigen Aberrationen, die nicht mit der Standard LASIK Behandlung korrigiert werden können, kommt die Wavefront Lasik Behandlung zum Einsatz.

 



Bild 4. Das Bild links zeigt das Wavefront Diagramm eines Auges mit sphärischer Verzerrung, das rechte Bild zeigt die daraus resultierende getrübte Sicht.

WER SOLLTE EINE WAVEFRONT LASIK-BEHANDLUNG IN ANSPRUCH NEHMEN?

Diese Technologie kann für zwei Gruppen von Patienten angewendet werden. Die erste Gruppe ist für die Standard LASIK-Behandlung vorgesehen. Es gilt als gesicherte Erkenntnis, dass die Wavefront LASIK Technologie eine verbesserte Qualität und weniger Nebenwirkungen bezüglich der Nachtsicht verursacht. Die zweite Gruppe besteht aus Patienten, die sich bereits zuvor einer LASIK, PRK, LASEK oder anderen refraktiven Operationen unterzogen hatten, aber weiterhin Probleme haben. Diese Probleme können aus nächtlichen Blendungen bestehen, Problemen mit der Sehschärfe oder ungenügender Korrektur des Sehfehlers. Die Größe der Hornhaut und der Allgemeinzustand des Auges spielen eine wichtige Rolle bei der Entscheidung für oder gegen eine weitere Operation.

 
 
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